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Hamelie – Die kleine, quirlige Goldhamster-Lady (Februar 2020 – † 13.11.2021)

Hamelie war die zweite Hamster-Persönlichkeit in unserer Familie und unsere allererste Goldhamsterdame. Mit ihrem wunderschönen, mehrfarbig gescheckten Fell zog sie im Februar 2020 bei uns ein – genau zu Beginn der Pandemie. Wir holten sie aus dem Tierladen, da damals ungewiss war, ob die Tiere aufgrund der Lockdowns überhaupt noch vermittelt werden dürften.

Ein nervöses Herz mit großem Appetit

Hamelie war von Natur aus etwas ängstlicher und nervöser als die Zwerghamster, die wir kannten. Doch ihre Neugier (und ihr Hunger!) waren oft größer als die Angst:

  • Stimmen-Fan: Sie lernte schnell den Klang unserer Stimmen. Sobald sie uns hörte, war sie hellwach – egal, wie tief sie gerade noch geschlummert hatte.

  • Backen-Weltmeisterin: Ihr absolutes Hobby war es, ihre Backentaschen bis zum Bersten vollzustopfen. Ob Gemüse, Nüsse, spezielle Hamster-Waffeln oder Kekse – innerhalb von Sekunden verschwand alles in ihren Backen, was ihr ein unglaublich witziges und liebenswertes Aussehen verlieh.

  • Die „Stinkepo“-Dame: Hamelie war eine echte Charakter-Lady. Sie markierte leidenschaftlich alles mit ihren Duftdrüsen und liebte ihr Eckhaus so sehr, dass sie es kaum verlassen wollte – was eine sehr regelmäßige Reinigung erforderte. Wegen ihres intensiven Eifers beim Markieren nannten wir sie oft liebevoll unseren „Stinkepo“.

Frech, aufgeweckt und eigenwillig

Im Käfig war Hamelie eine kleine Power-Frau. Sie liebte ihr Laufrad und lauschte bei jedem Geräusch mit aufgestellten Öhrchen. Auch wenn sie kein großer Fan von Händen war und Auslauf sie eher nervös machte, baute sie eine tiefe Bindung zu uns auf. Wenn wir sie riefen, kam sie ganz nah ran – ein riesiger Vertrauensbeweis für so ein ängstliches Seelchen.


Ein schwerer Abschied

Hamelie war fast ihr ganzes Leben lang gesund, bis uns der November 2021 das Herz brach.

Am 11.11. bemerkten wir, dass ihre Atmung schwerer wurde. Der darauffolgende Tierarztbesuch war für die kleine, sensible Maus so stressig, dass sie in eine Schockstarre verfiel. Leider konnte ihr dort nicht geholfen werden, was für uns im Nachhinein nur schwer zu ertragen war. Am 13.11. wurde das Atmen und Laufen immer anstrengender für sie.

Wir bereiteten ihr ein friedliches Lager in ihrem geliebten Haus, umgeben von ihren Lieblings-Snacks und Erdnüssen. Gegen 22 Uhr suchte sie noch einmal aktiv unsere Nähe. Sie meldete sich lautstark, als wollte sie sagen: „Bitte hebt mich noch einmal hoch.“ In diesem Moment konnten wir Abschied nehmen, bevor sie ihren Kampf verlor.


Süße Hamelie, wir wissen, dass die Welt für dich oft ein wenig gruselig und laut war. Aber wir hoffen, dass du bei uns die Geborgenheit gefunden hast, die du brauchtest. Dass du uns am Ende gerufen hast, war das größte Geschenk, das du uns machen konntest. Wir werden dich und dein wackeliges Po-Wackeln Richtung Käfigtür niemals vergessen!