Hambo – Der kleine Draufgänger mit dem großen Kämpferherz (August 2019 – † 19.09.2021)
Hambo zog im Mai 2020 als drittes Familienmitglied bei uns ein. Seine Vorgeschichte war traurig: Er kam aus einer Familie, die ihn in einem verschmutzten Glasterrarium hielt und sich kaum um ihn kümmerte. Als er mit einem halben Jahr zu uns kam, war er ängstlich und hatte bereits ein sehr abwehrendes, fast aggressives Verhalten entwickelt – eine reine Schutzmaßnahme eines vernachlässigten Tierchens.
Ein neues Leben in Sicherheit
Wir setzten alles daran, dass Hambo sich nie wieder vernachlässigt fühlen musste. Sein Reich wurde komplett neu gestaltet:
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Artgerechtes Heim: Er bekam ein Gehege mit den Maßen 100 x 50 cm.
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Der „Vorgarten“: Über eine Holzbrücke verbanden wir den Käfig mit einem großen Umzugskarton als zusätzlichem Buddelbereich, in dem er sich nach Herzenslust austoben konnte.
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Pflege: Wöchentliche Reinigungen und ein immer sauberes Umfeld waren ab jetzt Standard.
Geduld siegt über Angst
Die Arbeit mit Hambo erforderte anfangs viel Vorsicht (und dicke Gartenhandschuhe!). Er neigte dazu, aus Angst vor Händen zuzubeißen. Für den Transport in den Auslauf nutzten wir eine Teetasse als „Hamster-Taxi“.
Doch über die Monate geschah ein kleines Wunder: Hambo wurde ruhiger. Er erkannte, dass ihm keine Gefahr drohte. In seinen letzten Monaten brauchten wir schließlich keine Handschuhe mehr – er kam freiwillig auf die Hand, ohne zuzubeißen. Auch wenn er zeitlebens ein wenig skeptisch blieb, kam seine geduldige und gute Seele immer mehr zum Vorschein.
Der Kampf gegen den Krebs
Hambos Leben war leider auch von gesundheitlichen Herausforderungen geprägt. Im ersten Jahr musste ein rasant wachsender Tumor an der Hinterpfote entfernt werden. Die Diagnose: ein aggressiver Nervenkrebs.
Dank der rechtzeitigen OP blieb er bis zum Alter von etwa zweieinhalb Jahren tumorfrei und konnte ein aktives, glückliches Hamsterleben führen. Er entdeckte seine Liebe zu Speisekürbis und Paprika, was wir seitdem fest in den Speiseplan aller unserer Hamster aufgenommen haben.
Ein Abschied voller Würde
Im Sommer 2021 wurde Hambo langsam ruhiger. Er tauschte das Laufrad gegen gemütlichere Stunden ein und bekam zur Unterstützung Babybrei und Nährbrei.
Am 17.09.2021 kehrte der Krebs plötzlich und brutal zurück – ein großer Tumor am Hals wuchs rapide an. Hambo wartete tapfer, bis wir von einem Kurzurlaub zurückkehrten. Am 19.09. machte er durch Rascheln auf sich aufmerksam; er lag schließlich auf der Seite und konnte sich kaum noch bewegen. Er nutzte seine letzte Kraft, um sich vier Stunden lang von uns zu verabschieden, bevor sein Herz aufhörte zu schlagen.
Hambo, du kleiner Krieger. Du warst nie der typische „Knuddel-Hamster“, aber dein Weg vom ängstlichen Beißer zum vertrauensvollen Freund hat uns tief beeindruckt. Dass du Papa zum Abschied noch einmal sanft in die Hand gezwickt hast, war dein ganz persönliches „Vergiss mich nicht“. Wir werden dich immer lieben – jetzt darfst du dich ausruhen, dein Kampf ist vorbei.





